Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet Marge und Hebel Trading?

Was ist Hebelwirkung?

Was ist Margin?

Wie hängt die Marge mit dem Leverage zusammen?

Wie funktioniert die Hebelwirkung?

Auf welche Instrumente kann ich Leverage anwenden?

Beispiele für Hebel beim Trading

Was kann ich tun, um das Risiko beim Handel mit Leverage zu minimieren?

Was sind die Gebühren für den Handel mit Hebel?

Fazit

Was bedeutet Marge und Hebel Trading?

Der folgende Guide erklärt Ihnen die wichtigsten Punkte zum Thema Margin und Hebel beim Trading. Sie erfahren, warum das Thema zum wichtigen Grundwissen für Trader gehört. Darüber hinaus finden Sie zahlreiche Beispiele und Berechnungen, um zum Beispiel den Leverage-Effekt bei einem Trade nachvollziehen zu können. Außerdem finden Sie nützliche Formeln zur Berechnung eines Hebels sowie eine Anleitung zum Platzieren eines gehebelten Trades auf eToro. Der Guide eignet sich nicht nur Anfänger, sondern auch für all diejenigen, die ihr Wissen zum Thema Trading weiter vertiefen wollen. Wir erklären, was ein Hebel beim Traden bedeutet.

Was ist Hebelwirkung?

Oft hört man beim Trading von Hebeln. Doch was ist Hebelwirkung im Handel eigentlich genau? Die Wirkung eines Hebels zu verstehen, ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein erfolgreiches Trading an der Börse. Nachfolgend wird die Hebelwirkung einfach erklärt, sodass Sie verstehen, was ein Hebel an der Börse ist:

Die Hebelwirkung, auch Leverage-Effekt genannt, beschreibt das Ergebnis aus dem Einsatz von Eigenkapital im Verhältnis zum Fremdkapital. Das bedeutet, dass mit einem relativ kleinem Einsatz von eigenen Mitteln ein besseres Ergebnis durch die Hinzunahme von geliehenem Geld erzielt werden soll. Das Verhältnis des Fremdkapitals wird häufig mit einem Faktor, z. B. Faktor 5 beschrieben. Die Hebelwirkung kann sich in beide Richtungen, also Gewinn oder Verlust, auswirken. Das folgende Beispiel soll die Hebelwirkung noch einmal etwas bildlicher darstellen.

Was bedeutet der Hebel bei Aktien?

Um hier ein konkretes Beispiel anhand zu nennen, beziehen wir uns auf eine beliebige Aktie. Auf diese Aktie wird ein Derivat mit Faktor 5 für das Depot gekauft. Steigt nun der Aktienkurs um einen bestimmten Betrag, so steigt das zugrunde liegende Derivat um das 5-fache.

Was ist Margin?

Die Margin ist eine Art Sicherheitsleistung beim Trading. Diese kann benötigt werden, wenn Trader bestimmte Wertpapiere oder mit Hebel traden möchten. Hierfür ist bei dem jeweiligen Broker ein sogenanntes Margin-Konto notwendig.

Was ist ein Margin-Konto?

Der Broker stellt dem Trader ein Margin-Konto bereit, auf welchem dieser eine Sicherheitsleistung hinterlegt. Dies können Wertpapiere oder Bargeld sein. Das dient dem Broker als Puffer für eventuelle Verluste und wird durch diesen auf dem Margin-Konto geblockt.

Was bedeutet Anfangsmargin?

Die erforderliche Marge zu Beginn eines Trades bezeichnet man in der Regel als Anfangsmargin. Es ist also der Mindestbetrag, der zu Beginn auf dem Margin-Konto hinterlegt werden muss.

Beispiel: Eine Aktie steht bei 10 Euro. Wenn der Broker eine Sicherheitsmarge von 20 % verlangt, so muss der Trader 2 Euro auf dem Margin-Konto hinterlegen. Dafür kann er bereits mit 2 Euro traden und muss nicht die Aktie für 10 Euro erwerben.

Was bedeutet das Margin Level?

Das Margin Level ist das Verhältnis aller eröffneten Positionen eines Traders im Verhältnis zur verwendeten Marge. Hat der Trader zum Beispiel offene Trades (Positionen) für 1 Euro und seine Margin beträgt 2 Euro. So erreicht das Margin Level 50 %.

Stop-Out-Level


Wenn das Margin Level einen Wert von 100 % erreicht, so dürfen keine weiteren Positionen mehr eröffnet werden. Dann ist das sogenannte Stop-Out-Level erreicht. Um das oben genannte Beispiel fortzusetzen: Eröffnet der Trader Positionen für insgesamt 2 Euro, so erreicht er die Höhe seiner hinterlegten Margin. Über diesen Wert kann er also nicht hinausgehen, wenn der die Margin nicht erhöht.

Wie hängt die Marge mit dem Leverage zusammen?

Bezogen auf die Hebelwirkung kann die Margin eine bestimmte Art von Hebel darstellen. Denn da nur ein Teil eines Wertpapierpreises (zum Beispiel einer Aktie) als Sicherheitsleistung hinterlegt werden muss, kann die Margin also dafür genutzt werden, um einen Hebel zu kreieren. Wir erinnern uns an das oben genannte Beispiel: Für eine Aktie mit einem Kurs von 10 Euro muss nur 2 Euro an Margin hinterlegt werden, um entsprechende Derivate auf das Wertpapier zu handeln. Der Trader nutzt also die Hebelwirkung und erhöht seine Kaufkraft im Verhältnis zur hinterlegten Margin.

Was ist ein Margin Call?

Die Bedeutung von Margin Calls sollten Trader kennen. Denn dieser beschreibt die Warnung, welche ein Trader erhält, wenn der Geldbetrag auf dem Konto bzw. die Margin unter den notwendigen Mindestbetrag gefallen ist, welcher zum Offenhalten der Position(en) benötigt wird. Vereinfacht ausgedrückt heißt es, der Trader muss weitere Gelder aufwenden, um die Positionen offen zu halten oder es werden Positionen geschlossen. Dadurch wird die erforderliche Halte-Margin wieder hergestellt. Hierbei wird auch vom sogenannten Stop-Out gesprochen. Wird das Stop-Out-Level kleiner als 100 % gehalten, so kann der Stop-Out im Regelfall verhindert werden.

Wie funktioniert die Hebelwirkung?

Nachfolgend wird beschrieben, wie auf eToro Hebel Trading funktioniert. Dafür sind die folgenden Schritte durchzuführen. Loggen Sie sich dazu bei Ihrem eToro Account ein oder erstellen Sie ein Konto. Ist dies getan, können Sie mit dieser Erklärung zum Hebel Trading bei eToro einen Trade positionieren.

  1. Wählen Sie den Basiswert (zum Beispiel eine Aktie oder ein Börsenindex), mit dem Sie auf der eToro-Plattform handeln möchten, und klicken Sie auf TRADE (HANDELN). Es erscheint ein Pop-up-Fenster mit den entsprechenden Handelsparametern.
  2. Wählen Sie anschließend die entsprechende Registerkarte oben für Verkaufen (short) oder Kaufen (long) für Ihren Trade aus.
  3. Legen Sie die Höhe des Kapitals fest, das Sie in diesen Trade investieren möchten. Legen Sie außerdem den Hebel-Faktor fest. Dieses Verhältnis ist je nach Vermögenswert unterschiedlich. Alternativ können Sie auch ohne Hebelwirkung handeln. Wählen Sie dazu einen Hebel von x1.
  4. Legen Sie bei Bedarf Stop-Loss- und Take-Profit-Parameter fest. Eine Stop-Loss-Begrenzung ist erforderlich, um das mögliche Risiko für Ihr Kapital zu mindern. Mehr dazu finden Sie in den weiteren Absätzen.
  5. Klicken Sie auf SET ORDER (ORDER PLATZIEREN), um den Handel zu platzieren. Der Handel wird sofort ausgeführt, wenn der Markt geöffnet ist.

Auf welche Instrumente kann ich Leverage anwenden?

Den Leverage-Effekt, also die Hebelwirkung, können Sie bei zahlreichen Basiswerten anwenden. Dazu zählen Aktien, Fremdwährungen (Devisen), Rohstoffe, ETFs, Indizes (wie zum Beispiel der DAX) und weitere Wertpapiere, die Sie mit Hebel an der Börse handeln wollen. Je nach Wertpapier kann es unterschiedliche Begrenzungen beim Hebel-Faktor geben. Es kann also zum Beispiel sein, dass bei einem Broker nur ein Hebel von maximal 10 für ein bestimmtes Wertpapier verfügbar ist. Auch der Handel mit gehebelten ETFs ist bei eToro möglich.

Beispiele für Hebel beim Trading

Doch wie funktionieren Hebelprodukte genau? Und wie lässt sich die Hebelkraft berechnen? Die Hebelkraft beim Trading können Sie für Trading-Positionen mit der folgenden Formel berechnen:

Kurs eines Wertpapiers (oder Indexstand) x Stückzahl / Eigenkapital bzw. Margin = Hebel

Die folgenden Beispiele für Hebel sollen die Berechnung noch verständlicher machen. Damit wird die Hebelkraft deutlich. Hebel können bei verschiedenen Wertpapieren angewendet werden. Hierzu zählen auch Optionsscheine oder Knock-Out-Zertifikate.

  1. Der Kurs einer Aktie liegt bei 100 Euro. Als Margin müssen 25 % hinterlegt werden:

Der Hebel beträgt somit 100 x 1 / 25 = 4

  1. Der Dow Jones steht bei 10.000 Punkten. Der Trader hat eine Margin von 5.000 Euro hinterlegt.

Der Hebel beträgt also 10.000 x 1 / 5000 = 2

Was kann ich tun, um das Risiko beim Handel mit Leverage zu minimieren?

Um das Risiko beim Trading mit Hebelprodukten zu minimieren, können wir Ihnen die folgenden Tipps an die Hand geben. Denn ein guter Prozess hinsichtlich des Risikomanagements ist für erfolgreiche Trader unverzichtbar. Broker mit hohem Hebel für Produkte bieten verschiedene Tools an, die Sie nutzen können:

Stop-Loss

Bei Stop-Loss handelt es sich beim Trading um einen Ordertyp, der ausgelöst wird, wenn der Kurs der Position unter ein zuvor festgelegtes Limit fällt. Dann wird automatisch eine Verkaufsorder durchgeführt. Dadurch können Sie Verluste begrenzen oder auch Gewinne absichern.

Take Profit

Bei dem Ordertyp „Take Profit“ handelt es sich um eine Verkaufsorder, die automatisch ausgelöst wird, wenn der Kurs eines Wertpapiers ein bestimmtes Niveau erreicht hat. Bei eToro wird also Ihre Position automatisch durch das System verkauft und eventuelle Gewinne werden dadurch realisiert und Ihrem Konto gutgeschrieben.

Schutz vor negativem Kontostand

eToro hat einen Schutzmechanismus zum Schutz von Tradern. Laut eigenen Angaben kann es vorkommen, dass je nach Marktsituation in wenigen Fällen der Kontostand eines Traders negativ werden kann. In diesen Fällen würde eToro eine Nachschussforderung durchführen und die offenen Positionen schließen. Der negative Kontostand wird dadurch ausgeglichen und das Konto wieder positiv. Anders ausgedrückt heißt das, dass Trader nie mehr Geld verlieren können, als diese auf ihr Konto eingezahlt haben.

Was sind die Gebühren für den Handel mit Hebel?

Zunächst einmal ist die Eröffnung eines eToro-Kontos kostenfrei. Ebenso gibt es eine Verwaltungsgebühr. Bei der Auszahlung fällt eine Gebühr von 5 USD an.

Bei dem Trading mit Hebeln fallen Gebühren durch den Spread, also einer relativ kleinen Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis an. Wird eine Position über Nacht offen gehalten (außerhalb der Handelszeiten), fallen darüber hinaus spezielle Übernachtgebühren an. Diese werden pro Einheit (Stückzahl) fällig.

Fazit

Wie Sie in diesem Artikel erfahren haben, sind die Margin und der Hebel wichtige Instrumente beim Trading und können clever miteinander kombiniert werden. Die Margin ist eine Sicherheitsleistung beim Trading, Trader benötigen ein Margin-Konto. Zudem ermöglicht es die Margin Tradern, den Leverage-Effekt zu nutzen. Die Hebelwirkung oder auch Leverage-Effekt beschreibt das Verhältnis zwischen dem eigenen eingesetzten Kapital und dem Fremdkapital im Verhältnis dazu. Beim Trading mit Hebel können Gewinne, aber auch Verluste, mit einem bestimmten Faktor vervielfacht werden. Bei eToro gibt es auch Hebel. eToro stellt außerdem eine Reihe an Tools für das Risikomanagement zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel die Stop-Loss-Order.


Diese Informationen dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und sollten nicht als Anlageberatung, persönliche Empfehlung oder als Angebot bzw. Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten verstanden werden.

Dieses Material wurde ohne Berücksichtigung bestimmter Anlageziele oder finanzieller Situationen erstellt und stimmt nicht mit den gesetzlichen und behördlichen Anforderungen zur Förderung eigentständiger Forschung überein. Jegliche Verweise auf die Wertentwicklung eines Finanzinstruments, eines Index oder eines verpackten Anlageprodukts sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse und sollten auch nicht als solche angesehen werden.

eToro übernimmt weder Gewähr noch Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit des Inhalts dieses Guides. Stellen Sie sicher, dass Sie die mit dem Handel verbundenen Risiken verstehen, bevor Sie Kapital einsetzen. Riskieren Sie niemals mehr, als Sie zu verlieren bereit sind.